Hallo, Gast!  AnmeldenRegistrieren

Antwort schreiben 
 
Themabewertung:
  • 0 Bewertungen - 0 im Durchschnitt
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
Wintergarten OHNE Wandanschluss?!
15.09.2013, 15:50
Beitrag: #1
Wintergarten OHNE Wandanschluss?!
Hallo zusammen,

wir lassen uns zurzeit einen Wintergarten von einer Wintergartenfirma bauen. Gestern hatten wir mit dem Wintergartenbauer leider ein weniger erfreuliches Gespräch. Unser Wintergartenbauer ist der Ansicht, dass unser Wintergarten nun fast fertig wäre. Dieser Ansicht sind wir jedoch absolut nicht.

Vorab einer kurze Erläuterung des geplanten Aluminum-Wintergartens: Der Wintergarten wird mit einem Pultdach gebaut und normal an die Hauswand (Gartenseite) angeschlossen. Das Glasdach sollte ursprünglich auf zwei Mauern, die links und rechts stehen aufliegen. Nach mehreren Beratungen kam der Wintergartenbauer zu dem Schluss, dass es besser wäre, wenn das Dach nicht auf den Mauern liegt, sondern nur daran angeschlossen wird. Die Mauern wurden dann nach Angaben des Wintergartenbauers von unserem Maurer erstellt. Sobald die Mauern standen, kam der Wintergartenbauer mit seinem Statiker zum genauen Aufmaß nehmen vorbei. Da der Wintergarten recht groß ist (8m breit und 7,2m lang), wurde in der Mitte ein Stahlträger auf Stahlstützen, die an die Mauern festgeschraubt sind, eingebaut. Er hat uns dann angeboten, dass er die Stahlstützen entweder in derselben Farbe wie die Sparren (also weiß) verkleidet. Alternativ hat er gesagt, dass wir auch direkt eine Innendämmung anbringen können, in der die Stahlstützen dann verschwinden. Da ja ne Wanddämmung nicht verkehrt ist, haben wir uns entschieden, eine Innendämmung statt ner Verkleidung der Stahlstützen zu machen. Da die Stahlstützen ca. 8cm dick sind, haben wir abgesprochen, dass die Innendämmung dann max. 10 cm dick wird. Wir haben dann auch im Vorfeld besprochen, wie der Wandanschluss des Glasdaches links und rechts an die Mauern erfolgen soll. Er hat uns dann gesagt, dass er einen "Doppelsparren" dahin machen wird, an dessen äußeren Sparren unsere Innendämmung dann anstößt, wodurch der Doppelsparren dann nur zur Hälfte sichtbar ist. Die Innendämmung wäre dann quasi hinter dem inneren Sparren verschwunden, damit wir oben einen schönen Abschluss haben und die Innendämmung dann nicht den Sparren verdeckt und bis ans Glas hochgeht.

Nun wurde der Wintergarten aufgebaut. Stahlträger und -stützen sind gemacht, Sparren und Glasdach liegen auf. Schiebetürelemente in der Front sind eingebaut. Unser Problem dabei ist nun, dass links und rechts beim Glasdach und in der Front zur Mauer jeweils 15 cm Lücke vorhanden ist! Unser Wintergartenbauer war gestern der Ansicht, dass er mit dem Wintergarten nun fast fertig wäre. Er macht dann über die Lücken ne Folie und den Rest sollen wir machen?!?! Wir haben bei ihm doch einen fertigen "thermisch getrennten Wintergarten" in Auftrag gegeben, der natürlich die erforderlichen Dämmwerte erreichen sollte und auch dicht ist. Ich wüsste nicht, wie ein Wintergarten mit solch großen Luftlücken die thermischen Werte erreichen sollte und als regendicht gelten kann. Es war nie die Rede davon, dass wir nun plötzlich selber irgendwelche riesigen Lücken thermisch schließen sollen. Unserer Ansicht nach gehört zur Erstellung eines Wohnwintergartens auch ein entsprechender regendichter und wärmedämmwerttechnischer Anschluss an die Seitenwände. Eine einfache Folie, die er über die Lücke machen wollte, erfüllt diesen Zweck doch sicherlich nicht. Wie gesagt - es war ja immer die Rede von einem Doppelsparren der dahin kommt. Nun haben wir dort nur einen einfachen "Innensparren" und eine 15 cm große Lücke links und recht. Nachdem wir uns quergestellt haben, hat er dann alternativ angeboten, unter die Folie dann noch Styrodur zu machen, um die Lücke zu schließen. Das wäre sowieso besser als ein "kalter" Doppelsparren, der dann an die Wand käme. Wenn man die Lücke mit Styrodur schließt, wäre die Wärmedämmung zwischen Innensparren und Wand viel besser.

Nun unsere Frage: Hat er recht damit, dass es besser ist, wenn er die Lücke nun mit Styrodur schließt? Es war zwar ein Doppelsparren geplant, den er sich jetzt gespart hat, aber wenn die Lösung, die Lücke einfach nur mit Styrodur zu füllen, besser wäre, wäre uns das fast egal. Aber auch wenn er jetzt diese Styrodur-Notlösung macht, kann das ja noch lange nicht als richtiger Wandanschluss alleine gelten, oder? Unserer Ansicht nach, muss er doch einen kompletten vernünftigen Wandanschluss machen und wir finden es nicht ausreichend, die Lücke jetzt nur mit Styrodur und der Folie oben drüber zu schließen. Er muss doch zumindest noch unter und über dem Styrodur eine entsprechende Aluminumverkleidung anbringen, damit die Lücke ordentlich geschlossen ist, oder? Schließlich soll es auch dauerhaft halten. Es muss ja regendicht sein und die themischen Werte auch erreichen. Wir finden es unfassbar, dass er uns da nur eine Folie drüberlegen wollte und nur nach dem Querstellen noch Styrodur angeboten hat. Wir sollten den kompletten Wandanschluss selber machen!

Zudem hatten wir ja ursprünglich mit einer Dämmung von max. 10 cm gerechnet. Jetzt haben wir dort aber eine fast 15 cm große Lücke an beiden Seiten. Die Innendämmung der Wände muss nun dicker ausfallen, damit wir den inneren Sparren erreichen und nicht unnötige Lücken dazwischen entstehen. Dies kostet uns auch wieder mehr Geld und nimmt uns natürlich auch noch etwas Raum weg.

Des Weiteren ist zwischen dem gesamten Schiebetürelement in der Front und dem Mäuerchen darunter noch eine mehr als 1 cm große Luftlücke, durch die wir durchschauen können. Auch diese müsste doch noch entsprechend gedämmt werden. Das gehört unserer Ansicht ebenfalls dazu.

Dadurch, dass nun auch in der Front links und rechts insgesamt 30 cm Lücke ist, ist natürlich auch das Schiebetürelement um 30 cm kürzer geworden. Wollte er hier Geld sparen?! Wir hatten immer den Wunsch geäußert, eine möglichst große Türöffnung durch das Schiebetürelement zu erreichen (ca. 4m Öffnung war geplant). Nun ist die Öffnung natürlich auch dementsprechend kleiner geworden (ca. 3,50m). Also wir hängen jetzt nicht exakt an dieser 4m-Öffnung. Ein bisschen Spiel muss man da ja anräumen. Man kann ja nicht alles im Vorfeld so exakt abschätzen. Aber wenn man diese unnützen Lücken links und rechts nicht hätte, hätte das Schiebetürelement ja auch 30 cm größer werden können...

Ich habe auch ein paar Fotos von den Lücken gemacht und hochgeladen. Diese können unter den folgenden Links angeschaut werden:
http://s1.directupload.net/file/d/3381/x6br7tma_jpg.htm
http://s7.directupload.net/file/d/3381/pelrwxe4_jpg.htm
http://s1.directupload.net/file/d/3381/6qdxpb2i_jpg.htm
http://s1.directupload.net/file/d/3381/xo8ja4g6_jpg.htm
http://s1.directupload.net/file/d/3381/ms964m4m_jpg.htm (Lücke unterm Schiebetürelement)
http://s7.directupload.net/file/d/3381/9nwn39mq_jpg.htm
http://s7.directupload.net/file/d/3381/6gnu2l7i_jpg.htm

Was sagen Sie dazu?

Vielen Dank im Voraus für Ihre Bemühungen! Ich hoffe, der Text ist nicht zu lang geworden... Über Antworten würden wir uns wirklich sehr freuen!

Viele Grüße und einen schönen Sonntag noch!
Alle Beiträge dieses Benutzers finden
Diese Nachricht in einer Antwort zitieren
22.11.2013, 01:15 (Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 22.11.2013 01:16 von Dr.Spenke.)
Beitrag: #2
RE: Wintergarten OHNE Wandanschluss?!
Hallo NaCa4812,

(immer diese merkwürdige Anonymität-Warum so ängstlich, ich schreibe doch auch mit offenem Visier!)

Da haben Sie ja einen seltsamen Wintergartenbauer beauftragt. Ihrem Text entnehme ich, dass Sie einen geschlossenen, beheizbaren Wintergarten bestellt haben (bitte Werkvertrag prüfen!) und keine offene Terrassenüberdachung mit seitlichem Windschutz. Wie will Ihr Wintergartenbauer für die Abnahme (Voraussetzung für die Fälligkeit der Rechnung) nachweisen,
- dass das Dach regendicht ist (DIN 4108-3:2001-07: … „Dachdeckungen müssen regensicher sein“)
- dass die Anforderungen des Mindestwärmeschutzes erfüllt sind (DIN 4108-2:2013-02)
- dass die Anforderungen des energiesparenden Wärmeschutzes (derzeit noch gültig EnEV 2009, ab 1.5.2014 EnEV 2014) erfüllt werden?
Immer unter der Voraussetzung, dass Sie im Werkvertrag den Anbau eines ganzjährig nutzbaren Wintergartens (oder Wohn-Wintergartens oder ähnlich formulierte funktionale Zielstellung) vereinbart haben.

Wie will Ihr Wintergartenbauer denn hier allein mit Wärmedämmmaterial eine regen- und schneesichere, wind- und tauwasserdichte, mechanisch belastbare, vernünftig aussehende und pflegbare Lösung schaffen?

Aus den vorliegenden Informationen, Fakten und Bildern vermute ich, dass es sich hier nicht um eine abnahmefähige Leistung handelt-verbindlich kann man das allerdings erst nach Einsicht in die Vertragsunterlagen und Ortsbesichtigung sagen.

Mit freundlichen Grüßen
Dr. Spenke
Webseite des Benutzers besuchen Alle Beiträge dieses Benutzers finden
Diese Nachricht in einer Antwort zitieren
Antwort schreiben 


Gehe zu:


Benutzer, die gerade dieses Thema anschauen: 1 Gast/Gäste