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Aluminium-Klemmprofile bei Isolierverglasung
15.11.2013, 12:00
Beitrag: #1
Aluminium-Klemmprofile bei Isolierverglasung
Guten Tag,

aus gegebenem Anlass interessiert mich konkret folgendes:

An einem Wohn-Wintergarten mit 2-fach Isolierglas (beides Bj. 1997) wurden Aluminium-Klemmprofile der Fa. CadillacPlastics (später Otto Wolf bzw. nunmehr ThyssenKrupp Plastic) verwand.
Die Ausbildung der unteren sowie auch der oberen Profile wurde mit ein- und dem selben Klemmprofil gearbeitet.
Ich vermisse hier jedoch einen mittig, senkrecht verlaufenden "Trennsteg".

Konkret zur Frage:
Ist es, bzw. war es in 1997 keine Vorschrift die Profilausbildung mit einem Trennsteg aus zu führen?
In welcher Literatur (DIN, NORM, Richtlinie) wäre hier eine Aussage über die Ausführung mit oder ohne Trennsteg zu finden?

Über eine sachdiehnliche Beantwortung freue ich mich und verbleibe.

Mit freundlichen Grüßen

nanoman73
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22.11.2013, 11:23
Beitrag: #2
RE: Aluminium-Klemmprofile bei Isolierverglasung
Sehr geehrter Nanoman73,

Die von Ihnen bei Röhm gefundenen Profilzeichnungen mit thermisch getrenntem Auflageprofil und damit Verschraubung sollte m.E. reichen. Schwieriger wird es sein, eine zum Zeitpunkt der Abnahme gültige Verlegeanweisung aufzutreiben, denn nur mit der könnten Sie ggf. einen Mangel nachweisen. Aus meinem Gedächtnis waren auch zum Zeitpunkt der Errichtung thermisch getrennte Auflageprofile verfügbar und das damit eine vermeidbare Wärmebrücke (punktförmige Wärmebrücke über die Befestigungsschrauben). Das hat allerdings keinen nennenswerten Einfluss auf die Wärmebilanz - höchstens in geringen Umfang auf Kondensatbildung.

Punktförmige Wärmebrücken werden in der Regel in folgenden Zusammenhängen vernachlässigt- siehe DIN 4108-2:
Für übliche Verbindungsmittel, wie z. B. Nägel, Schrauben, Drahtanker, Verbindungsmittel zum Anschluss von Fenstern an angrenzende Bauteile, sowie für Mörtelfugen von Mauerwerk nach DIN 1053-1 braucht kein Nachweis der Einhaltung der Mindestinnenoberflächentemperatur geführt zu werden. (S.a. DIN 4108 Beiblatt 2)

Glasfalzunterteilung durch thermisch getrennten Steg: Jede Glasfalzunterteilung führt natürlich auch zu einer Verbesserung der Wärmedämmung über diese lineare Wärmebrücke. Vor allem wird dadurch ein zu starkes Verrutschen der Isolierverglasng bzw. der Stegplatten bis hin zu den Verschraubungen verhindert.

Von einem Rechtstreit würde ich mir nach so langer Zeit wenig versprechen. Selbst wenn Sie die Erneuerung auf Lieferantenkosten durchstzen könnten, hätten Sie immer noch noch den Wertzuwachs zu tragen, der aus der Erneuerung und damit der Verlängerung der Lebensdauer resultiert.

Sicherer, wesentlich billiger, schneller und weniger nervenzehrend zum Ziel kämen Sie aus meiner Erfahrung, wenn Sie die Sache einfach erneuern, sofern das wegen wirklich daraus folgenden Schäden wirtschaftlich sinnvoll ist.

Mit freundlichen Grüßen
Dr. Spenke
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