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Kondenswasser auch bei nicht dichten Schiebetüren kritisch?
25.11.2016, 13:48 (Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 25.11.2016 14:11 von erwin.wg.)
Beitrag: #1
Kondenswasser auch bei nicht dichten Schiebetüren kritisch?
Hallo,

ich habe eine Frage zum Problem Kondenswasser.

Ich möchte gerne einen Kaltwintergarten an mein Wohnzimmer anschließen. Leider kann ich das WZ nur durch diesen Wintergarten hindurch belüften.

Kann man bei folgender Bauart bzw. Lüftungsverhalten davon ausgehen, dass die Kondenswasserbildung in den Griff zu bekommen ist, bzw. die dabei noch gegebene Kondenswasserbildung unkritisch sein wird.

Kaltwintergarten mit
- Wärmeschutzglas auf dem Dach
- Aluminiumkonstruktion ohne Holz
- Beschattung außen angebracht
- ringsherum Einscheibenverglasung mit Schiebetüren, welche nicht dicht sind und somit immer für einen gewissen Luftaustausch sorgen
- beim Lüften des WZ durch die Terrassentür immer gleichzeitig die direkt daneben liegende Schiebetür des WG öffnen

Oder ist man mit diesen Maßnahmen noch nicht auf der sicheren Seite?

Vielen Dank im Voraus für eure Hilfe!
erwin.wg
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10.01.2017, 11:41 (Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 11.07.2017 09:50 von Dr.Spenke.)
Beitrag: #2
RE: Kondenswasser auch bei nicht dichten Schiebetüren kritisch?
Hallo erwin.wg,

der geschilderte Luftaustausch ist mit Sicherheit vorteilhaft.
Ob er ausreicht kann Ihnen keiner so ohne weiteres sagen. Das hängt von zu vielen Fakktoren ab.
Ohne übermäßigen Rechenaufwand zu treiben hilft hier nur ausprobieren. Das ist ja auch kein Problem, wenn man weitere Flächen öffnen kann.

Folgende Risiken bestehen aus meiner Sicht:
- Scheiben beschlagen: mindert Sicht nach außen
- ablaufendes Kondensat: kann Boden beschädigen und
- kann zu Eisbildung in Boden und unterer Fürhrungsschiene führen.
Letzteres kann bei gewaltsamer Bewegung der Flügel Schäden hervorrufen.
Eis dehnt sich aus (Kälteanomalie des Wassers) und kann Bodenfliesen,... und Laufschienen beschädigen.
Ob im konkreten Fall solche Vereisungen auftreten, kann man nur ausprobieren. Wenn diese im Ansatz sichtbar werden, sollte schnell stärker belüftet und jedes gewaltsame Bewegen der Flüge unterlassen werden.

Mit freundlichen Grüßen
Dr. Spenke
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10.01.2017, 12:52
Beitrag: #3
RE: Kondenswasser auch bei nicht dichten Schiebetüren kritisch?
Danke für die Antwort!

Bezüglich des Bodens sehe ich weniger ein Risiko. Ich hatte auf alle Fälle vor, frostsichere Fließen zu verlegen. Das mit dem Vereisen der Laufschienen ist ein guter Hinweis.

Ich gehe aber davon aus, dass das tägliche Aufschieben der Tür direkt neben der Terrassentür des Wohnzimmers diesbezüglich unkritisch sein sollte. Bei den anderen, im Winter mehr oder weniger dauerhaft geschlossenen Schiebetürelementen ist sicherlich Vorsicht angebracht, aber ich sehe da wenig Notwendigkeit, diese bei Frosttemperaturen öffnen zu müssen.

Oder war die Antwort so zu verstehen, dass Führungsschienen alleine durch eine Vereisung, also ohne einen Öffnungsversuch, schon Schaden nehmen können? Dann wäre da ja prinzipiell ein Risiko von außen vorhanden. Ein Tauwetter tagsüber, wo die Soße am Glas außen herunterläuft und über die Nacht am Boden bzw. bei der Schiene wieder einfriert, ist doch generell nicht vermeidbar.

erwin.wg
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30.01.2017, 12:58
Beitrag: #4
RE: Kondenswasser auch bei nicht dichten Schiebetüren kritisch?
hast du schon darüber nachgedacht, eine Ventilationsanlage einzubauen?
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30.01.2017, 13:51
Beitrag: #5
RE: Kondenswasser auch bei nicht dichten Schiebetüren kritisch?
(30.01.2017 12:58)Zenbert schrieb:  hast du schon darüber nachgedacht, eine Ventilationsanlage einzubauen?
Bisher noch nicht, zumindest nicht wegen der Winterjahreszeit. Ich dachte einmal kurz daran, für den Sommer einen Lüfter einbauen zu lassen, der mir die aufgeheizte Luft rauszieht. Da war ich aber noch auf dem Trip mit einer internen Beschattung, also mehrere Bahnen zwischen den Dachträgern angebracht, das habe ich aber zwischenzeitlich verworfen und es ist nun eine Außenbeschattung geplant.

Im Winter dachte ich mir, beim Lüften des Wohnzimmers über die Terrassentür bei gleichzeitiger Öffnung der danebenliegenden WG-Schiebetür auszukommen.

Klar, bei zu viel Feuchtigkeit im WG könnte man mit einem Lüfter temporär die Lage verbessern. Es sollte sich dann aber auf eine überschaubare Zeit an Betriebsstunden beschränken. Da wäre es vielleicht eine Option, immer nach dem Lüften des WZ eine Zeitschaltuhr zu bemühen.

erwin.wg
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30.01.2017, 14:20 (Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 30.01.2017 14:21 von Dr.Spenke.)
Beitrag: #6
RE: Kondenswasser auch bei nicht dichten Schiebetüren kritisch?
(10.01.2017 12:52)erwin.wg schrieb:  ...
Oder war die Antwort so zu verstehen, dass Führungsschienen alleine durch eine Vereisung, also ohne einen Öffnungsversuch, schon Schaden nehmen können? Dann wäre da ja prinzipiell ein Risiko von außen vorhanden. Ein Tauwetter tagsüber, wo die Soße am Glas außen herunterläuft und über die Nacht am Boden bzw. bei der Schiene wieder einfriert, ist doch generell nicht vermeidbar.

erwin.wg

Ja, auch. Deshalb auf ungehinderte Entwässerung der Bodenschiene achten-ist im Winter nicht immer einfach!

Mit freundlichen Grüßen
Dr. Spenke
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13.04.2017, 18:34
Beitrag: #7
RE: Kondenswasser auch bei nicht dichten Schiebetüren kritisch?
So, ich bin jetzt einen Schritt weiter, ein erstes Angebot ist da. Ich habe mir nun doch gerahmte Schiebetüren anbieten lassen.

Was mir darin aufgefallen ist, eine Glasstärke bei den Seitenwänden von 5mm (floatglas). Ist das normal, mir kommt das etwas wenig vor?

erwin.wg
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05.05.2017, 23:47
Beitrag: #8
RE: Kondenswasser auch bei nicht dichten Schiebetüren kritisch?
Hallo Erwin.wg,
die Glasstärke muss in Abhängigkeit von der Größe, der Windzone, dem konkreten Standort und der Lage in der Gebäude-Außenwand (Eckbereiche!) und Beachtung der Nutzungssicherheit konkret berechnet werden, dazu kann evtl. noch die Absturzsicherheit eine Rolle spielen, also das gesamte Packet DIN 18008 beachten! 5 mm Float ist in der Tat sehr wenig, aber wenn es 4-seitig eingespannt ist, sind die Anforderungen natürlich nicht so hoch, wie bei Ganzglas-Anlagen.

Mit freundlichen Grüßen
Dr. Spenke
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07.05.2017, 11:39
Beitrag: #9
RE: Kondenswasser auch bei nicht dichten Schiebetüren kritisch?
Danke für die Antwort und die Einschätzung zu den 5mm.

Ich war zwischenzeitlich bei 2 anderen Anbietern, ein weiterer in meiner Nähe (Raum München) und ein zweiter in Ostbayern, der auch dem Bundesverband-Wintergarten angehört.

Bei letzterem war das Beratungsgespräch auf einem ungleich höherem Niveau und eine gefasste Schiebetür mit 1.60m Breite und 2m Höhe einzubauen würde dieser erst gar nicht mitmachen. Bei einer Breite von 3.20m käme für diesen nur eine Dreiteilung in Frage.

Man sagte mir dort auch, dass ich mit einem Dach aus 10mm VSG (wie im Erstangebot) in Verbindung mit gefassten und damit weitgehend dichten Seitenelementen in erhebliche Kondenswasserprobleme laufen werde. So ein Dach käme nur in Verbindung mit einem reinen "Glaskasten" ohne gerahmte Türen, d.h. mit den dauernd vorhandenen Zwischenspalten in Frage.

Was den ersten Betrieb auch noch herauskickte, war die vorgeschlagene Außenbeschattung, welche einen Teil des Daches aussparte, weil er keine Wintergartenbeschattung mit ausreichend seitlichem Überstand im Angebot hat (notwendig wegen der Abschrägung auf einer Seite). Mitten in einem Dachelement die Beschattung zu beenden, geht ja wohl gar nicht.

Ich werde jetzt wohl beim Betrieb in Ostbayern landen, auch wenn es auf einen höheren Preis hinauslaufen wird, aber man bekommt offensichtlich auch einen entsprechenden Gegenwert. Dabei überlege ich mir jetzt sogar das Upgrade auf einen Wintergarten "Kalt-Plus" mit 1.1er Wärmeschutzglas.

erwin.wg
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