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Sanierung/Umbau kalter WG
03.08.2017, 05:17
Beitrag: #1
Sanierung/Umbau kalter WG
Guten Morgen liebe Experten,

wir haben ein Haus gekauft, an dem ein kalter Wintergarten mit Metallkern, Kunststoffverkleidung und Doppelverglasung angebracht ist. Der Plan ist nun einen Teil der Grundmauer zu durchbrechen und den Wintergarten (ca. 3,5*6) in den bestehenden Wohnraum zu integrieren. Dazu soll der Boden entsprechend isoliert und im Rahmen der Grunderneuerung der Heizungsanlage der WG auch entsprechend beheizt werden.
Nun die Fragen:
- Auf welche zusätzlichen Maßnahmen zur Isolierung muss hier geachtet werden ?
- Ist eine Umrüstung von kaltem auf Wohnwintergarten grundsätzlich überhaupt möglich ? Stichwort: Feuchtigkeit (und möglich ist ja bekanntlich alles, es sollte irgendwie im vernünftigen Rahmen bleiben Wink)
- Ist eine ungefähre Kostenabschätzung mit den gemachten Angaben möglich ?

Uns ist bewusst, dass die Maßnahme unter energetischen Gesichtspunkten sehr kritisch ist und wir haben auch bereits alternative Überlegungen angestellt, wollen aber vorher alle Optionen prüfen.

Vorab herzlichen Dank für Ihre Unterstützung

Viele Grüße

Stefan
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22.09.2017, 15:41
Beitrag: #2
RE: Sanierung/Umbau kalter WG
Hallo Stefan,
wohl bedingt durch die Ferienzeit ist bisher keiner auf Ihre Fragen eingegangen-tut mir leid.

Vor dem von Ihnen geschilderten Umbau muss ich warnen!

Besser: Sie lassen die Möglichkeit der zeitweiligen thermischen Trennung zwischen Wohnraum und unisoliertem Wintergarten für die Heizperode bestehen. Sie handeln sich sonst wegen übermäßiger Kondensatbildung an den nichtisolierten Profilen, den Glasscheiben und dem Fußboden nur Ärger ein.

Warten Sie lieber bis Sie sich einen oedwntlichen, thermisch getrennten Wintergarten leisten können und genießen Sie das Vorhandene in der Zwischenzeit so lange die Temperaturen das zulassen, notfalls mit einer Infrarotheizung direkt auf für Füße und einer dicken Decke um die Knie.

Die nachträgliche Wärmedämmung der Wintergartenprofile wird Ihnen selbst in höchst aufwendiger Bastelarbeit nicht wärmebrückenfrei gelingen. Ob die dickere und schwerere Wärmedämmverglasung überhaupt in das System paßt und die Tragfähigkeit der Konstruktion das zulässt (6 mm Glas oben, 8 mm Glas unten sind das Minimum => 20 m² wiegen dann 600 kg!) müsste auch erst mal geprüft werden.

Der Fußboden wird voraussichtlich auch keine Wärmedämmung enthalten, so dass die Sache ziemlich fußkalt wird, einschließlich feucht (Kondensat!). Vielleicht haben Sie aber auch Glück, dass die Hütte so undicht gebaut ist, dass vom ungewollten Durchzug alles Kondensat herausgetrocknete wird, was aber selbst bei Ganzglasanlagen mit umlaufend 8 mm Luftspalt um die Elemente von mir noch nicht beobachtet wurde.

Die wirtschaftlich, technisch und ästhetisch erfolgreiche Lösung ist in einem solchen Fall wirklich nur der ordentlich geplante Neubau, einschließlich neuem Fußbodenaufbau.

Mit freundlichen Grüßen
Dr. Spenke
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