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Fachbetrieb = welche Qualifikation?
20.11.2012, 10:02
Beitrag: #1
Fachbetrieb = welche Qualifikation?
Hallo,

meine Frage stelle ich eigentlich zu spät, da unser Wintergarten z.Zt. (Zeitraum Juli-heute) dahin gefuscht wird ...

Welche Qualifikation muß ein Fachbetrieb - Wintergarten Spezialist - nachweisen?
"Unser" sogenannter Fachbetrieb verkauft nicht nur die Wintergärten, sondern montiert diese auch. Gibt es da auch Meisterpflicht, wie bei anderen Handwerksberufen, oder kann jeder x-Beliebige ein Seminar besuchen und sich Fachmann nennen?

Prüfen die Zulieferer (hier z.B. TS Profile) eigentlich die Qualifikation der Wintergartenbauer?

Confused wir geben die Hoffnung nicht auf, daß unser Traum Wirklichkeit wird Undecided
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07.01.2013, 23:13
Beitrag: #2
RE: Fachbetrieb = welche Qualifikation?
Ich noch einmal,

schade, daß es hier keine Antwort gibt ...

Mittlerweile sind´s schon 6 Monate und es handelt sich um grobe Baumängel.
Der "Fachbetrieb" sieht diese überhaupt nicht ein und daß z.B. das Wasser im WiGa steht (nur ein Mangel von vielen), kann sich der Fachmann nicht erklären - wir Laien können das aber !!!

Hat noch jemand Erfahrungen mit solchen "Fachbetrieben" und vielleicht auch schon gerichtliche Schritte eingeleitet - vielleicht auch mit Urteilsverkündung?
Würde mich gern austauschen - gern per PN .

Danke im voraus.

unsere Hoffnung schwindet täglich :-(

Confused wir geben die Hoffnung nicht auf, daß unser Traum Wirklichkeit wird Undecided
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01.02.2013, 21:21 (Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 07.04.2015 12:16 von Dr.Spenke.)
Beitrag: #3
RE: Fachbetrieb = welche Qualifikation?
Hallo Diana,

Ihre Frage war sehr allgemein gestellt und betrifft alle Branchen. Offenbar kann und will kein Teilnehmer an unserem Forum dazu eine entsprechend umfassende, allgemeingültige Anwort formulieren.

Der Begriff Fachbetrieb ist allgemein nicht offiziell definiert. Ich erwarte von einem Fachbetrieb unter anderem, daß er
1. über das sachkundige Personal, die Geräte und Ausrüstungen verfügt, um Wintergärten entsprechend den aktuellen gesetzlichen Anforderungen und den aktuellen allgemein anerkannten Regeln der Technik zu liefern und der für die kontinuierliche Weiterqualifizierung seiner Mitarbeiter sorgt,
2. über die erforderlichen Berechtigungen verfügt, die angebotenen Leistungen auch ausführen zu dürfen (z.B. ggf. Schweißarbeiten, Vorlageberechtigung für Bauvorlagen, bautechnische Nachweise,...) oder entsprechend Berechtigte einbezieht.
3.Seine Kunden sachkundig und in angemessenem Umfang berät, so dass diese ausreichend fundierte, vernünftige Entscheidungen zum entsprechenden Auftrag treffen können.

Diese Formulierungen werden Ihnen aber kaum weiterhelfen.

Sie haben konkrete technische Beanstandungen an Ihrem Wintergarten, die von Ihrem Vertragspartner offenbar nicht zufriedenstellend behoben werden.

Hierbei kommen Sie erfahrungsgemäß nur weiter, indem Sie einen erfahrenen Wintergarten-Sachverständigen einbeziehen. Damit können Sie für sich selbst und für die Argumentation gegenüber Ihrem Wintergartenbauer sichern, dass Ihre Beanstandungen berechtigt sind - es gibt ja auch mitunter auch Zielvorstellungen, die beim Stand der Technik nicht erfüllbar sind oder
ihre Ursachen gar nicht im Wintergarten selbst haben. Sie haben dann auch die Abweichungen vom Vertrag oder von den Regeln der Technik objektiv festgestellt und klar fachlich fundiert formuliert.

Sehr gut haben sich auch Aussprachen mit dem Unternehmer unter Gesprächsleitung eines Sachverständigen (außergerichtliche Streitbeilegung, z.B. Moderation) bewährt. Dabei müssen beide Seiten diesen Sachverständigen allerdings auch akzeptieren.

Wenn das nicht zum erwarteten Erfolg führt, bleibt nur noch der übliche Rechtsweg unter Einbeziehung eines Fachanwaltes für Baurecht bzw. im Baurecht erfahrenen Anwaltes.

Bevor Sie jedoch schwere und teure Geschütze mit hohem Zeitaufwand und Kostenrisiko auffahren und die Emotionen eskalieren, sollte erst das Gespräch unter Einbeziehung eines von beiden Seiten akzeptierten sachverständigen Dritten gesucht werden.

Weitere Infos s. a.:
- http://bundesverband-wintergarten.de/win...tergarten/

Mit freundlichen Grüßen
Dr. Spenke
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25.02.2013, 13:28
Beitrag: #4
RE: Fachbetrieb = welche Qualifikation?
Hallo,
ich habe ähnliche Probleme beim Bau eines Wintergartens. Man fragt sich wie Firmen mit Ihren "sehr gut" zahlenden Kunden so umgehen können. Fachliche Ansprechpartner (eine Baubegleitung) gab es bei uns nicht. Es kamen willkürlich maximal 2 Handwerker, die versuchten aus Einzelteilen einen Wintergarten zu errichten. Das Mitte Dezember bei Eis, Schnee und Regen. Teile wurden dabei mit Frostschutzmittel eingesprüht, um überhaupt arbeiten zu können. ... Dann waren Betriebsferien und ein Eigentümerwechsel in der Firma. Jetzt steht der Wintergarten im "Rohbau" und eine versprochene innere Abdichtung ist nicht vorhanden - wurde evtl. vergessen oder ging nicht - wegen Regen, bzw. ist nicht fachgerecht ausgeführt worden. Es regnet je nach Stärke durch! Nun sollten wieder Handwerker kommen und den Wintergarten außen abdichten - und wahrscheinlich als fertig übergeben. Damit hätten wir entsprechende Wärmeverluste, Undichtigkeiten bei Kondensbildung, Wassereinbrüche, unkontrollierte Be- und Endlüftung. Bei einem erweiterten beheizten Wohnraum evtl. mit Parkett ausgelegt, wäre dieser Zustand nicht tragbar. Nun habe ich mehrfach gebeten, einen kompetenten Ansprechpartner zur Klärung der weiteren Vorgehensweise (evtl. Rückbau) zu schicken. Bisher ohne Erfolg. Es scheint, meine Einwände werden nicht verstanden! Über ein anderes Forum hat man mir geraten, einen Fachberater von Schüco (hier werden Schüco und VEKA-Teile verbaut) hinzuzuziehen. Ich hoffe, das bringt Klärung auch gern zusammen mit der ausführenden Firma aus Hesel.
Würde mich über weiteren Erfahrungsaustausch freuen.
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10.03.2013, 14:13
Beitrag: #5
RE: Fachbetrieb = welche Qualifikation?
Hallo „Optimisten Diana“
Ich glaube, wir haben das gleiche Problem. Mein „Wintergartenbauer“ der sich im Internet als „Profi“ und „kompetenter Partner „ mit „computeruntestützte Planung ausgibt, ist bei mir seit 2 Jahren am bauen. Meine Baumängelliste beinhaltet zur Zeit 45 (fünfundvierzig) Baumängel, von den noch 22 Baumängel zu beheben sind. Die Firma allerdings ist der Meinung, das der Wintergarten gefertigt mit Aluprofilen fertig gestellt ist und somit die Fertigabnahme erfolgen könnte die ich allerdings verweigere.
Welche Mindestqualifikation (Facharbeiter, Meister, Techniker , Ingenieur) muß in der Firma der Montageleiter oder ein anderer Mitarbeiter besitzen, um Bauantrag / Baugenehmigungspflichtige Wintergärten, die nach erstellter und vom Bauamt geforderten Statik errichtet wurden und die ordnungsgemäße Montage per Unterschrift auf dem Roh und Fertigbauantag bestätigen darf ?
Darf hier jeder „Hilfsarbeiter“ Wintergärten bauen die statischen Anforderungen entsprechen müssen und dies als Ordnungsgemäße Montage gegenüber dem Bauamt auch bescheinigen?
Wer ich in der Firma verantwortlich wenn es durch Fehlmontagen zu Schäden oder noch schlimmer zu Personenschäden kommt?
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22.11.2013, 11:53
Beitrag: #6
RE: Fachbetrieb = welche Qualifikation?
Ohne dass ich die vorgenannten konkreten Fälle selbst beurteilen kann:
- wie ist denn im Vorfeld des Kaufs die Entscheidung für Ihren konkreten Wintergartenbauer
vorbereitet worden? Haben Sie sich z. B. Referenzobjekte angesehen? Haben Sie verschiedene
Angebote verglichen? haben Sie nachgefragt, welche berufliche Ausbildungen und Erfahrungen
nachgewiesen werden können? - oder haben Sie nur nach dem Preis entschieden?

- Wenn die Sachen so, wie beschrieben fortgeschritten sind, dann hilft nur noch die Einbeziehung eines
auf Glasbauten, Fassaden, ... spezialisierten Sachverständigen, der die Schäden fachlich qualifiziert
analysiert und Vorschläge zur Sanierung unterbreitet. Am besten dann als Moderator zwischen
Ihnen als Besteller und dem Unternehmer gemeinsam am Tisch die Problemlösungsstrategie
besprechen und festlegen. Das führt in vielen Fällen schon zum Erfolg. Wenn das nicht
funktioniert, haben Sie das Gutachten und das Gesprächsprotokoll dann als Basis für eine eventuell
nicht zu vermeidende gerichtliche Klärung.

Die Kosten dafür müssen Sie allerdings vorstrecken. Sollte die Sachlage klar sein, dann können Sie
diese Aufwendungen dem Unternehmer in Rechnung stellen, da ja der übliche Besteller Laie ist und
dem Fachmann gegenüber nicht ohne Hilfe qualifiziert argumentieren kann.

Mit freundlichen Grüßen
Dr. Spenke
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03.01.2014, 06:48 (Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 17.02.2014 20:57 von faris90.)
Beitrag: #7
RE: Fachbetrieb = welche Qualifikation?
If I nen conservatory construction kit itself, as it would look with the warranty.
a If everything goes smoothly?

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27.01.2016, 21:35
Beitrag: #8
RE: Fachbetrieb = welche Qualifikation?
Guten Tag

Zur Frage der Qualifikation in Deutschland:
Man benötigt eine Anmeldung bei der Handwerkskammer wenn man die Montage und den Vertrieb von industriell gefertigten Elemente tätigt. Wer selber fertigt, wird sich zertifizieren lassen müssen, um Produkte wie Fenster und Dächer mit CE Kennzeichen (welches ja lange Pflicht ist ) vertreiben zu können ( geregelte Bauwerke ). Die Betriebshaftpflichtversicherung ist zwingend, jedoch prüft das leider niemand.
Grundsätzlich steht damit jedem der Weg in diese Richtung offen.

Die Kaufenden sind damit schlussendlich die Entscheider, welche die Güte und die Qualität der Produkte und deren Montagen maßgeblich beeinflussen.
Ein Wohnraumwintergarten oder Multiraum - das bedeutet für den Endkunden meist eine nicht unwesentliche Investition.
So ertappen wir uns doch leicht dabei mit dem Argument zu hantieren - der oder das ist zu teuer. Wie sonst wollen wir eine Entscheidung vor uns selbst rechtfertigen?

Welcher Endkunde ist in der Lage aufgrund des reinen Preisvergleiches eine realistische Einschätzung über ein Angebot zu treffen? Aus Erfahrung kann ich sagen, heute bedarf die Erstellung eines kundenspezifischen Angebotes für ein Terrassen- oder Wintergartendach erheblicher Kenntnisse im System, bishin zu Verwendung von Systemsoftware und Statikprogrammen. Nur so ist es möglich für den Bauherrn das Angebot so zu konzipieren, dass es einer Prüfung in alle Richtungen standhält. Die systemspezifische Statiksoftware passt alle Profile, notwendigen Verstärkungen, richtigen Stützen an, sodass es danach möglich ist ein realistisches und allumfassendes Angebot zu formulieren. Unsere und damit Ihre Dächer lassen sich nicht am Küchentisch des Bauherren kalkulieren. Vielleicht teilen Sie Ihrem Händler mit, bei der Gestaltung und Erstellung des Angebotes teilnehmen zu wollen.
Wir schön war doch der Besuch der Autostadt in Wolfsburg- jetzt sehe ich Einiges anders. Das schaffte Vertrauen.
Terrassendächer werden über das Internet angeboten und verkauft. Das ist natürlich einfach, denn der Endkunde wird zum Errichter bzw. Hersteller. Somit hat der evtl. einen finanziellen Vorteil, kauft letztlich jedoch nur das Wort "Terrassen- oder Wintergartendach" kennt das System nicht - nur den Preis. Wollen wir nur das?

Der Verkauf und die Montage von solch komplexen Bauwerken bedarf eben mehr als den Blick auf die letzte Seite. Einige Fälle die hier kommuniziert werden, sind vielleicht aufgrund von zu schnellen Käufen oder evtl. Schnäppchensuchen entstanden.
Was brauchen wir um ein gutes und zuverlässiges Produkt zu erwerben?
1. einen gestandenen Betrieb mit Fach & Sachkenntnis, Erfahrung,
2. ein Dach-System welches einen Namen hat und Sie sollten es wissen, genauso als fragt
man sie nach Marke Ihres Autos
3. Sie als Suchender und wir als Bietende brauchen Zeit für einander zur Diskussion für Ihr
Bauvorhaben
4. Referenzen sind wichtig und vermitteln Ihnen ein kleines Bild von der Fachfirma Ihrer
Wahl
5. gehen Sie in mögliche Details wie Profilverbindungen, Wandanschluss, Statik, Schneelast,
Anbausituationen, Befestigungen, Verglasungen, Stützenausführungen, Materialdicken,
Belastbarkeiten ... lassen Sie sich die Profile / Stähle etc. zeigen
6. fragen und lassen Sie sich die Zertifizierung des Systems und die CE Kennzeichnung
zeigen
7. prüfen Sie ob der schriftliche Nachweis für eine CE Kennzeichnung auch für Ihr Dach
ausgehändigt wird
8. fragen Sie nach einer vorlagefähigen Statik im Einzelfall

Und zuletzt endscheidet oft der Bauch und die Ehefrau.
Nehmen Sie sich Zeit, denn das Dach soll auch viele Jahre seinen von Ihnen erwarteten stabilen und zuverlässigen Dienst tun.
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